Bedrohte Tier- und Pflanzenarten Europas

Die Nachricht, dass viele Tiere und Pflanzen auf der ganzen Welt vom Aussterben bedroht sind, ist nicht neu. Doch sind die Zahlen alarmierend. Dabei geht es nicht nur um Menschenaffen und Tiger, sondern auch auf dem europäischen Kontinent schwinden die Tier- und Pflanzenbestände rapide. Es wird notwendig auch im Tourismus vermehrt auf Nachhaltigkeit zu setzen, so dass Menschen ihren Urlaub nicht auf Kosten der Natur verbringen.

Die Lage spitzt sich zu

Die Zahlen der bedrohten Tierarten in Europa sind besorgniserregend. Ob bei Säugetieren, Schmetterlingen, Reptilien, Fischen oder Vögeln, die Zahl der Tiere nimmt rapide ab. Umweltorganisationen gehen davon aus, dass in Europa 1/4 der Säugetierarten und 1/8 der Vogelarten vom Aussterben bedroht sind. Auf dem europäischen Kontinent sind die meisten Tierarten in Wäldern und Feuchtgebieten beheimatet, doch diese werden immer kleiner. Verursacht wird dies zum einen durch den Klimawandel, von dem der ganze Planet Erde stark betroffen ist, zum anderen aber auch durch die weitere Ausbreitung der Menschen. Durch den Bau immer neuer Straßen, Wohngebiete und Hotelanlagen wird der Lebensraum der Tiere und Pflanzen auf dem Land immer weiter eingegrenzt. Doch auch die Vielfalt der Arten in den Gewässern der Meere und Binnengewässer geht immer weiter zurück. Von der Ost- und Nordseeküste, über den Atlantik bis hin zum Mittelmeer, überall ist das ökologische Gleichgewicht der Meere aus den Fugen geraten.

Reisen mit ruhigem Gewissen

Das Problem ist vielen bekannt, doch sind sich die meisten nicht bewusst, dass jeder einen Beitrag zur Verbesserung der derzeitigen Lage leisten kann. Viele Reiseanbieter besinnen sich mittlerweile darauf und bieten ökologisch nachhaltige Reisen an. Doch auch Individualreisende können ohne viel Aufwand ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten. In Hotels können zum Beispiel Handtücher und Bettwäsche mehrere Tage benutzt werden, sodass unnötige Wäscheberge vermieden werden können. Beim Buchen einer Flugreise sollte man nach Möglichkeit Nonstopflüge buchen, denn gerade beim Starten und Landen verbrauchen die Flugzeuge viel Treibstoff. Wer im Mittelmeerraum Urlaub macht, wird feststellen, dass das öffentliche Verkehrsnetz viel besser ausgebaut ist als in Deutschland, sodass man bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen kann. Gerade im Ausland wird dies zudem noch billiger als die Kosten für einen Mietwagen und Sprit. Klimaanlagen sind in den südlichen Ländern ein absolutes Muss. Doch in Zeiten, wo die Hitze noch nicht allzu groß ist, kann auch das Zuziehen der Gardinen im Hotelzimmer ein wirksames Mittel gegen die Wärme sein. Auch auf die faszinierende Unterwasserwelt im Mittelmeer muss nicht verzichtet werden. Auf den Tauchgängen sollte jedoch darauf geachtet werden, dass ausreichend Abstand eingehalten wird, um nicht unbeabsichtigt Schäden an Korallenriffen oder anderen Tieren anzurichten.

Naturparadiese für zukünftige Urlauber erhalten

Umweltbewusstsein sollte auch im Urlaub und auf Reisen im Bewusstsein bleiben. Viele Urlaubsgebiete faszinieren Reisende durch die malerische Landschaften und die einzigartige Tier- und Pflanzenvielfalt. Doch gerade diese nehmen Schaden, wenn im Tourismus nicht umsichtig und nachhaltig gearbeitet wird. Jeder Urlauber kann seinen Beitrag dazu leisten, um die Tier- und Pflanzenwelt in Europa zu schützen. So können auch nachfolgende Generationen die faszinierende Natur Europas auf ihren Reisen erleben.
Image from: matttilda – Fotolia.com

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