Der Skutarisee ist der größte See Montenegros und liegt im Grenzgebiet zwischen Albanien und Montenegro. Die Fläche und Tiefe des Sees ist jahreszeitenabhängig und variiert stark. Der montenegrinische Teil des Skutarisees ist ein äußerst wichtiger Rast- und Brutplatz für Vögel aus dem nordeuropäischen Raum und gehört erst seit dem Jahr 1983 zu den Nationalparks.
Riesiger See inmitten einer Karstverebnung
Montenegros größter See gehört zu einem Drittel zu Albanien. Im Südwesten wird der Skutarisee durch ein Gebirge von der Adria abgetrennt, an der Nordostseite befindet sich hingegen ein ausgedehntes, teilweise auch versumpftes, Flachland. Der See ist an der weitesten Stelle 14 Kilometer breit und hat eine Länge von 48 Kilometern. Die Skutarisee liegt in einer tektonisch entstandenen Karstverebnung und bedeckt eine Fläche von rund 370 Quadratkilometern. 220 Quadratkilometer befinden sich in Montenegro und die restlichen 150 Quadratkilometer gehören zu Albanien. Je nach Jahreszeit kommt es, aufgrund der Schneeschmelze, zu großen Schwankungen des Wasserspiegels und somit auch der Oberfläche. Bis zu fünf Meter Unterschied im Wasserspiegel sind keine Seltenheit. Oft beträgt die Wassertiefe des Sees nur zwischen fünf und neun Metern, allerdings verfügt der See über einige unterirdische Quellen, die als Augen bezeichnet werden, die den See speisen und bis zu 44 Meter tief sind. Der Skutarisee ist eine Kryptodepression, was bedeutet, dass Teile des Seegrunds unter dem des Meeresspiegels liegen. Als Hauptzufluss dient die Moraca, für den Abfluss ist die Bojana verantwortlich, die zudem die Grenze zwischen Montenegro und Albanien markiert.
Junges Naturschutzgebiet bei Vögeln beliebt
Der Skutarisee ist ein geologisch recht junger See. Erst innerhalb der letzten 18.000 Jahre stellte sich seine heutige Form ein. In der Eiszeit waren alle umliegenden Gebirge zum großen Teil vergletschert und schon damals waren die Ausmaße des Sees vom glazialen Abfluss abhängig. Durch die Verkarstung der Landschaft um den Skutarisee ist die Wasserzufuhr auch heute noch sehr komplex. Die milden aber doch regenreichen Winter und die heißen trockenen Sommer ließen eine ganz eigene Flora und Fauna entstehen, die sich stark von anderen ostadriatischen Gewässern unterscheidet. Vor allem als Brut- und Rastplatz für nordeuropäische Zugvögel ist der See und seine Flora und Fauna von großer Bedeutung. Einige der Vögel überwintern am relativ warmen See oder benutzen ihn auf ihrem Zug gerne als Rastplatz. Paläoendemische Arten kommen in der Fauna des Skutarisees hingegen gar nicht vor. Erst im Jahr 1983 wurde der zu Montenegro gehörende Teil des Sees zum Nationalpark erklärt. Rund dreizehn Jahre später wurde er zudem als schützenswertes Feuchtgebiet in die internationale Ramsar Liste aufgenommen. Seit dem Jahr 2005 steht auch der albanische Teil unter Naturschutz.
Besondere Flora und Fauna
Der riesige Süßwassersee entstand vor rund 18.000 Jahren in einer Karstverebnung und ist heute der größte See Montenegros und wird von unterirdischen Quellen und vom Fluss Moraca gespeist. Allerdings liegt ein Drittel des Sees auf albanischem Staatsgebiet. Heute steht der gesamte See unter Naturschutz und dient vor allem Vögeln als Brut- und Rastplatz. Die Flora und Fauna des Skutarisees unterscheidet sich von den anderen ostadriatischen Gewässern, weswegen man Arten endopazifischen Ursprungs hier umsonst sucht. Rundum des Sees erstreckt sich eine wunderschöne karstige Landschaft mit sattgrüner Vegetation.
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